Drilling Simulator Celle (DSC)

Foto: Christian Kreutzmann

Geothermie wird für die Energieversorgung der Zukunft eine besondere Rolle spielen, da sie anders als Wind- und Sonnenergie unabhängig von Wetter, Jahres- oder Tageszeit genutzt werden kann. Allerdings muss man in vielen Regionen sehr tief bohren, um in ausreichend warme Zonen vorzudringen. Am Drilling Simulator Celle erforschen Wissenschaftler neue Bohrtechniken, die kostengünstiger und sicherer sein sollen als die heute für die Erdgas- und Erdölerschließung eingesetzten Technologien.

Dazu werden mathematische Simulationen auf Hochleistungsrechnern mit einer echten Bohrung, die ebenfalls simuliert wird, verknüpft. In Bruchteilen von Sekunden sendet der Bohrer Daten zum Simulator, der dann ebenso schnell berechnet, wie idealerweise weiter verfahren werden sollte. Am Bohrsimulator können auch unterschiedliche Materialien für Bohrgestänge, -kopf und Messtechnik getestet werden. Zudem können die Wissenschaftler erforschen, wie zielsicher sich ein mehrere tausend Meter langes Bohrgestänge steuern lässt.

Die TU Clausthal liefert dazu umfangreiches Knowhow und viel Erfahrung, sie beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit den Themen Bohrtechnologie, Material- und Energieforschung. Der Standort des Simulators in Celle ergibt sich aus der Nähe zur Bohrindustrie.

 

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