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Betriebswirtschaftslehre (Bachelor)

 

Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre ist die Beschreibung, Erklärung und Unterstützung der Entscheidungsprozesse in Unternehmen. Zur Betriebswirtschaftslehre gehören als sogenannte Funktionslehren die Produktionswirtschaft, die Materialwirtschaft und Logistik, die Absatzwirtschaft (Marketing), die Unternehmensrechnung, die Investitions- und Finanzierungsrechnung und die Unternehmensführung. Ziel des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaftslehre ist die Ausbildung verantwortungsbewusster Betriebswirte, die in der Lage sind, in Zusammenhängen zu denken und wissenschaftliche Konzepte auf konkrete Anwendungsbereiche zu übertragen. An der TU Clausthal wird großen Wert auf die Vermittlung methodischer Grundlagen für die Entscheidungsfindung in Betrieben gelegt. Neben der fundierten wirtschaftswissenschaftlichen Grundausbildung ist insbesondere die Vermittlung von Kenntnissen über Mathematik, Informatik und Statistik von Bedeutung, da quantitativ ausgerichtete wirtschaftswissenschaftliche Inhalte den Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal prägen. Durch das Studium sollen Fachkenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die ein problemorientiertes Arbeiten gewährleisten und eine lebenslange Weiterqualifikation ermöglichen.

Fachliche Schwerpunkte

Der Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal enthält klassische wirtschaftswissenschaftliche Inhalte, ist jedoch im Vergleich zu den Angeboten anderer Hochschulen durch eine stärker entscheidungstheoretische und damit quantitative Ausrichtung geprägt. Insbesondere die Anwendung der mathematisch-statistischen Grundlagen in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern nimmt einen großen Raum im Programm des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaftslehre ein. Hier seien beispielhaft die Module Unternehmensforschung und Marktforschung genannt.

Fragen & Antworten

Die Aussage ist richtig. Das bedeutet, dass insbesondere die Abiturnote für die Zulassung nicht relevant ist. Gleichwohl werden am Ende des zweiten Fachsemesters des Studiums Leistungskontrollen durchgeführt. Studierende müssen eine bestimmte Mindestanzahl von Leistungspunkten erreichen, um weiter studieren zu dürfen.
Die Aussage ist richtig. Ein Beginn im Sommersemester ist möglich, jedoch ist das Studium so aufgebaut, dass der Beginn im Wintersemester empfohlen wird.
Hinweise zur Vorbereitung auf ein Studium der Betriebswirtschaftslehre beginnend in einem Sommersemester findet man auf der Webseite: Informationen zum Studienbeginn im Sommersemester
Nein. Ein Bachelorstudiengang ist in Module unterteilt und jedem Modul ist eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten gemäß ECTS zugeordnet. ECTS steht hierbei für European Transfer Credit System, ein europäisches System, das die Vergleichbarkeit von Leistungen von Studierenden im europäischen Hochschulraum ermöglichen soll. Leistungspunkte gemäß ECTS werden als Maß für den Zeitaufwand verwendet, den ein durchschnittlich begabter Studierender für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls benötigt. Ein Leistungspunkt nach ECTS entspricht 30 Arbeitsstunden. Ausgegangen wird von 1.800 Arbeitsstunden im Jahr bzw. 60 Leistungspunkten in einem Studienjahr, d. h. von 30 Leistungspunkten pro Semester.
Diese Aussage kann nicht bestätigt werden. So zeichnet beispielsweise die Studie JobTrends 2017 von Staufenbiel Institut und Kienbaum ein anderes Bild. Von 297 im Herbst 2016 befragten Unternehmen mit mehr als 5,4 Millionen Mitarbeitern weltweit gaben 44% an, dass sie einen steigenden Bedarf an Wirtschaftswissenschaftlern sehen. Nur 8 % gehen von einem rückläufigen Bedarf aus.
Nein, das ist falsch. Mathematische Kenntnisse sind für viele Prüfungen notwendige Voraussetzung und damit ohne Frage wichtig, um zu einem erfolgreichen Abschluss des Studiums zu kommen. Die erforderlichen Kenntnisse kann man sich während der ersten beiden Semester des Studiums im Rahmen von zwei Modulen Mathematik (Umfang: 12 von insgesamt 180 Leistungspunkte) aneignen. Im Rahmen einer Orientierungsphase vor Vorlesungsbeginn im ersten Fachsemester bietet die TU Clausthal zudem Vorkurse in Mathematik an, in denen die Studierenden ihr Schulwissen Mathematik auffrischen können. Diese Kurse werden sowohl im Sommersemester als auch im Wintersemester angeboten.
Nein, das trifft nicht zu. In einem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an einer wissenschaftlichen Hochschule beschäftigt man sich grundsätzlich mit dem Fach Statistik. An der TU Clausthal müssen im 3. und im 4. Semester zwei Module Statistik mit einem Umfang von 12 von 180 Leistungspunkten absolviert werden. Statistische Kenntnisse sind in weiterführenden Veranstaltungen, wie z. B. Marktforschung, unbedingt erforderlich.
Nein, das stimmt nicht! Bürgerliches und öffentliches Recht sind in der Regel Pflichtbestandteil eines Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaftslehre. Das entsprechende Modul an der TU Clausthal weist einen Umfang von 6 von insgesamt 180 Leistungspunkten auf. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im Wahlpflichtbereich Wirtschaftsrecht oder Arbeitsrecht zu wählen.
Nein, keineswegs. Im Vergleich zu anderen Hochschulen ist das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal stärker quantitativ ausgerichtet, d. h., man wird in vielen Veranstaltungen mit mathematischen Darstellungen und Methoden konfrontiert.
Die Aussage ist richtig. Bereits im ersten Fachsemester ist ein Modul Programmierung (6 von 180 Leistungspunkten) angesiedelt, in dem Grundlagen der Datenverarbeitung und Grundelemente höherer Programmiersprachen vermittelt werden. Darüber hinaus finden sich im 2. und 3. Semester zwei Module zur Wirtschaftsinformatik im Umfang von insgesamt 12 Leistungspunkten. Gerade wenn Studierende ihr Studium im Bereich Unternehmensforschung oder Operations Management vertiefen möchten, sind Programmierkenntnisse von großem Vorteil.
Nein! Durch das Studium sollen Fachkenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die ein problemorientiertes Arbeiten gewährleisten und eine lebenslange Weiterqualifikation ermöglichen. Hierbei sollen insbesondere Methodenwissen und Abstraktionsfähigkeit vermittelt werden. Daher liegt der Schwerpunkt von Prüfungen typischerweise auf der Anwendung und Übertragung erlernter Verfahrensweisen auf bekannte oder abgewandelte Problemstellungen. Diese sogenannte Methoden- und Transferkompetenzen können nur mit viel Übung erlangt werden. Daher ist fast jede Vorlesung des Studiengangs mit einer Übungsveranstaltung kombiniert, in der die Inhalte der Vorlesung anhand von Aufgaben und Fallstudien illustriert und angewandt werden.
Die Aussage ist richtig. Das achtwöchige Praktikum ist im 6. Semester des Bachelorstudiums angesiedelt und umfasst 14 von 180 Leistungspunkten.
Die Aussage ist richtig. Englischsprachige wissenschaftliche Texte lesen und verstehen zu können, ist insbesondere für Seminare und weiterführende Veranstaltungen erforderlich. Auch kommt man bei der Anfertigung einer Abschlussarbeit bei den meisten Themen ohne englischsprachige Literatur nicht aus. Daher muss ein Teilmodul Wirtschaftsenglisch im 4. Semester im Umfang von 4 von 180 Leistungspunkten absolviert werden.
Nein, das trifft nicht zu. Einen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren, ist für Studierende im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal keine Pflicht. Gleichwohl bieten wir zahlreiche Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Universitäten an und unterstützen Studierende bei ihren Vorbereitungen auf ein Auslandssemester. Idealerweise sollte ein Auslandsaufenthalt erst nach der Hälfte des Studiums stattfinden.
Nein, das ist falsch! Gemäß den Ausführungsbestimmungen für den Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal gilt die Bachelorprüfung als endgültig nicht bestanden, wenn im Rahmen der in den Prüfungszeiträumen der ersten beiden Fachsemester erbrachten Leistungen nicht insgesamt mindestens 18 Leistungspunkte erreicht wurden. Es kommt automatisch zur Exmatrikulation. Die Mindestanzahl ist sehr niedrig angesetzt, da bei Einhaltung der Regelstudienzeit von sechs Semestern im Durchschnitt 30 Leistungspunkte pro Semester zu absolvieren sind. Man beachte, dass bei Erreichen von nur 18 Leistungspunkten nach zwei Semestern man bei gleichbleibender Geschwindigkeit noch weitere 9 Semester, also noch 4,5 Jahre (!), für den erfolgreichen Abschluss des Studiums benötigen würde. Weiterhin ist zu beachten, dass nach der doppelten Regelstudienzeit (12 Fachsemester) ebenfalls eine Exmatrikulation erfolgt.
Die Aussage ist richtig. Ein erfolgreicher Abschluss des Bachelorstudiengangs ist Voraussetzung für die Aufnahme eines Masterstudiengangs im Bereich Betriebswirtschaftslehre an europäischen Hochschulen. Neben dem Bachelorabschluss können Hochschulen weitere Voraussetzungen definieren, so z. B. bezüglich der Abschlussnote.
Die Aussage ist richtig. Die TU Clausthal bietet einen Masterstudiengang Technische Betriebswirtschaftslehre mit den nicht ökonomischen Vertiefungsrichtungen
  • Fertigung,
  • Rohstoffgewinnung,
  • Modellierung und Simulation oder
  • Energiemanagement
zur individuellen Profilbildung an.

Aufbau des Studiums

Das wirtschaftswissenschaftliche Pflichtprogramm besteht aus einem Grundlagenmodul mit zwei einführenden Veranstaltungen zur Betriebs- und zur Volkswirtschaftslehre sowie sechs betriebswirtschaftlichen Kernmodulen (Betriebliches Rechnungswesen, Marketing, Unternehmensforschung, Führung, Produktionswirtschaft, Investition und Finanzierung) und zwei volkswirtschaftlichen Kernmodulen (Mikroökonomik und Makroökonomik) und  vertiefenden Pflichtmodulen (Controlling und Rechnungslegung, Marktforschung und Entscheidungstheorie). Zu den weiteren nicht rein wirtschaftswissenschaftlichen Kernfächern gehören Mathematik, Statistik und Veranstaltungen der Wirtschaftsinformatik. Im Einzelnen sind die folgenden Veranstaltungen mit Angabe der Leistungspunkte (LP) zu besuchen:

  • Einführung in die Betriebswirtschaftslehre (3 LP)
  • Allgemeine Volkswirtschaftslehre (3 LP)
  • Buchführung und Jahresabschluss (3 LP)
  • Kosten- und Leistungsrechnung (3 LP)
  • Marketing (6 LP)
  • Unternehmensforschung (6 LP)
  • Unternehmensführung (3 LP)
  • Personal und Führungsorganisation (3 LP)
  • Produktionswirtschaft (6 LP)
  • Investition und Finanzierung (6 LP)
  • Mikroökonomik (6 LP)
  • Makroökonomik (3 LP)
  • Wirtschaftspolitik (3 LP)
  • Rechnungslegung nach HGB und IFRS (3 LP)
  • Controlling und Kostenmanagement (3 LP)
  • Marktforschung (6 LP)
  • Entscheidungstheorie (6 LP)
  • Mathematik (2 x 6 LP)
  • Statistik (2 x 6 LP)
  • Programmierung (6 LP)
  • Wirtschaftsinformatik (2 x 6 LP)
  • Einführung in das Recht (2 x 3 LP)
  • Wirtschaftsenglisch (4 LP)
  • Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten (2 LP)
  • 3 Wahlpflichtmodule Wirtschaftswissenschaften ( 3 x 6 LP)
  • Wirtschaftswissenschaftliches Seminar (6 LP)
  • Unternehmensplanspiel (4 LP)
  • Industriepraktikum (14 LP)
  • Bachelor-Arbeit (12 LP)

Anschließende Studienmöglichkeiten

Der Bachelor-Studiengang führt nach drei Jahren zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. An den Bachelor-Abschluss kann sich ein betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Master-Studium anschließen, so z. B. der Studiengang „Technische Betriebswirtschaftslehre“ an der TU Clausthal.

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Die Situation am Arbeitsmarkt für wirtschaftswissenschaftliche Akademiker ist ungebrochen gut. Aktuelle Stellenmarktanalysen zeigen, dass fast 80% der Unternehmen nach Absolventen und Absolventinnen der Wirtschaftswissenschaften suchen. Der erfolgreiche Abschluss des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaftslehre der TU Clausthal ermöglicht den Einstieg in Positionen, in denen grundlegendes wirtschaftswissenschaftliches Fachwissen benötigt wird. Somit kommen gemäß des Clausthaler Profils insbesondere mittlere Führungspositionen bzw. operative Tätigkeiten in folgenden Einsatzbereichen in Frage: Einkauf, Logistik, Produktion, Marketing und Vertrieb, Projektmanagement, Controlling, Rechnungswesen, Instandhaltung und Qualitätsmanagement.

Studienfachberatung

Prof. Dr. Heike Schenk-MathesProf. Dr. Heike Schenk-Mathes
Telefon: +49 5323 72-7604
Fax: +49 5323 72-7699
E-Mail: ba.bwl@tu-clausthal.de
Institut für Wirtschaftswissenschaft 
Julius-Albert-Straße 2
38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Foto: Deutsche Börse AG
Überblick
Typ: Bachelor-Studiengang
Dauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Studienbeginn
Empfohlen wird das Wintersemester
Für den Studienbeginn im Sommersemester empfehlen wir die Teilnahme am Steiger-College
Akkreditierung
Urkunde ASIIN

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