Studieren in Clausthal > Studienangebot > Energie und Rohstoffe > Geoenvironmental Engineering (Bachelor)

Geoenvironmental Engineering (Bachelor)

 

Aufgabenstellungen im Rahmen des Geoumweltschutzes bestehen weltweit und zunehmend z.B. durch ein Anwachsen der Bevölkerung und Zerstörung funktionierender Geosysteme als Folge von Klimaveränderungen (z.B. Hochwasser, Flutkatastrophen, Hangrutschungen) oder als Folge von unter- und überirdischen Verkehrseinrichtungen. Der Studiengang Geoenvironmental Engineering bildet einen Ingenieur heran, der in der Lage ist, interdisziplinär in den Bereichen Geotechnik, Angewandte Geologie und Umwelttechnik zu arbeiten. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Umweltberatung und -untersuchung im Bereich Boden, Wasser, Abfall und Altlasten.

Fachliche Schwerpunkte

Der Bachelor-Studiengang Geoenvironmental Engineering ist ein interdisziplinärer Studiengang, der sich aus den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen der Geotechnik, einem Teil des Bauingenieurwesens und der Umwelttechnik sowie den überwiegend naturwissenschaftlich geprägten Inhalten der Angewandten Geowissenschaften zusammensetzt.

Fragen & Antworten

 
Der Studiengang Geoenvironmetal Engineering ist ein interdisziplinärer Studiengang mit den Hauptschwerpunkten Geotechnik, Umweltschutztechnik und Angewandter Geologie.
 
Ja. Die Ausbildung ist interdisziplinär angelegt, wobei die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Aspekte im Bereich der Geoumwelttechnik vermittelt werden. Dadurch können die auftretenden Fragestellungen aus dem Bereich der Umwelttechnik, Rohstoffgewinnung und Energiegewinnung bzw. -versorgung und der Bautechnik ganzheitlich gelöst werden.
 
 
Werden im Studiengang Geoenvironmental Engineering nur technische Lösungen erarbeitet?
 
Nein! Durch die Ausbildung werden die Absolventen/-innen auch in die Lage versetzt, die Folgeerscheinungen ingenieurtechnischen Handels auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft abzuschätzen und negative Auswirkungen durch entsprechende Maßnahmen bereits bei der Konzeption und Planung von Bauwerken entgegenzuwirken, wie z.B. die Folgen der Klimaveränderungen, durch Hochwasser, Flutkatastrophen, Vulkanausbrüche oder Erdbeben.
 
 
Für das Studium der Geoumwelttechnik sind mathematische Fähigkeiten von grundlegender Bedeutung.
 
Ja. Die Mathematik spielt im Studium des Geoenvironmental Engineering eine wichtige Rolle. Sie ist das Werkzeug, um Vorgänge nicht nur qualitativ und phänomenologisch, sondern auch quantitativ beschreiben und abstrahieren zu können.
 
 
Muss man sowohl Mathematik, Chemie als auch Physik bis zum Abitur belegt haben, um Geoenvironmental Engineering studieren zu können?
 
Nein. Physik, Chemie und Mathe bis zum Abitur belegt zu haben ist keine formale Voraussetzung, um das Geoenvironmental Engineering Studium beginnen zu können. Das Interesse und die Motivation, sich mit den Inhalten dieser Fächer auseinander zu setzen, ist von größerer Bedeutung für ein erfolgreiches Studium als konkrete Vorkenntnisse. Mit der entsprechenden Einstellung können fehlende Grundlagen selbst erarbeitet werden. Hilfestellung geben Vorkurse (z.B. in Mathematik) sowie begleitende Übungen und Tutorien zu den jeweiligen Veranstaltungen.
 
 
Werden schon zu Beginn des Studiums im Geoenvironmental Engineering sehr gute Englischkenntnisse vorausgesetzt?
 
Nein. Englischkenntnisse sind im Studiengang Geoenvironmental Engineering wichtig, beispielsweise um wissenschaftliche Texte in englischer Sprache lesen und verstehen zu können. Zu Beginn des Studiums sind allerdings fast alle relevanten Bücher in deutscher Sprache verfügbar. Da es aber viele internationale Fragestellungen gibt, wird es im Laufe des Studiums immer wichtiger, auch englische Texte lesen zu können.
 
 
Ist der Studiengang Geoenvironmental Engineering zulassungsbeschränkt und richtet sich die Studienplatzvergabe nach Abiturnote und Wartezeit?
 
Nein. Der Bachelor-Studiengang Geoenvironmental Engineering ist nicht zulassungsbeschränkt. Eine direkte Einschreibung an der TUC ist möglich.
 
 
Ist vor Aufnahme des Studiengangs Geoenvironmental Engineering ein Praktikum in einem Industriebetrieb zu absolvieren?
 
Ja. Ein Vorpraktikum von 4 Wochen ist vor Aufnahme des Studiengangs Geoenvironmental Engineering zu absolvieren, wobei in Ausnahmefällen eine Stundung bis zum 3. Semester möglich ist. Im Laufe des Studiums muss außerdem ein sechswöchiges Fachpraktikum absolviert werden.
 
 
Ist es für die Vorbereitung auf Klausuren und Prüfungen im Studium der Geoumwelttechnik wichtig, viele Fakten und große Mengen an Lernstoff auswendig zu lernen?
 
Nein. Verstehen ist besser als Auswendiglernen! Das Ziel der meisten Veranstaltungen ist die Entwicklung von Verständnis und nicht das einfache Reproduzieren von Inhalten. Ohne Verständnis des oft sehr umfangreichen Lernstoffs ist ein erfolgreiches Absolvieren der Prüfungen nicht möglich.
 
 
Studierende des Geoenvironmental Engineering sollten Interesse am Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen haben.
 
Ja, absolut. Der Studiengang hat eine starke internationale Ausrichtung, die thematisierten Probleme bestehen weltweit. Das Arbeitsfeld des Geoenvironmental Engineering ist die globalisierte Welt.
 
 
Haben Studierende im Studium des Geoenvironmental Engineering viel Zeit, die sie sich selbstständig einteilen müssen?
 
Nein. Das Studium des Geoenvironmental Engineering ist ein intensives Studium. Der größte Teil des Studiums besteht aus Vorlesungen, Praktika und Übungen, die zu festen Terminen stattfinden. Erst gegen Ende des Studiums (z. B. bei der Bachelorarbeit) kann die Arbeitszeit freier eingeteilt werden. Vor allem zu Beginn des Studiums wird einem dichten Stundenplan gefolgt. Die Anzahl der Prüfungen ist aber durch die Modularisierung überschaubar. In vielen Fächern werden auch nur Leistungsnachweise verlangt.
 
 
Werden die Studieninhalte in den Vorlesungen vollständig vermittelt und ausführlich wiederholt? Wird der größte Teil der Prüfungsvorbereitung durch die Veranstaltungen abgedeckt?
 
Nein. Vorlesungen vermitteln nur die Basis eines Themengebiets. Vor- und Nachbereitung des Lernstoffs müssen eigenverantwortlich außerhalb der Veranstaltungen erfolgen. Zur Prüfungsvorbereitung sollte man möglichst in Gruppen lernen oder die Tutorien besuchen. Eine konzentrierte Mitarbeit, vor allem in den Übungen, ist ein wesentlicher Teil der Prüfungsvorbereitung.
 
 
Der Studiengang Geoenvironmental Engineering beinhaltet Veranstaltungen zur Entwicklung persönlicher Kompetenzen.
 
Ja. Im Berufsleben müssen Geoumwelttechniker/innen nicht nur fachlich kompetent sein, sie müssen Ihr Wissen auch vermitteln können. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Fakten allein überzeugen. Daher werden im Rahmen des Studiums Veranstaltungen wie Präsentationsseminare, Persönlichkeitstrainings und Sprachkurse angeboten.
 
 
Ist es wahr, dass der Bachelor-Abschluss in Geoenvironmental Engineering nicht zur Berufstätigkeit als Ingenieur/in in Industrie und Wirtschaft befähigt?
 
Nein. Der Bachelor-Abschluss ist der erste berufsqualifizierende Abschluss. Mit diesem Abschluss kann man in Industrie und Wirtschaft als Ingenieur/in arbeiten. Häufig werden allerdings Ingenieure mit Masterabschluss bevorzugt. Daher wird der Erwerb eines Master-Abschlusses empfohlen.
 
 
Arbeiten die Absolventen/-innen des Studienganges Geoenvironmental Engineering hauptsächlich im Baugewerbe?
 
Nein. Die Ausbildung im Studiengang Geoenvironmental Engineering ist sehr breit angelegt. Der Arbeitsmarkt in diesem Bereich umfasst die Behörden des Umweltschutzes, Geologische Dienste, Deponiebetreiber, Betriebe im Bereich der Abfallwirtschaft, Industrieunternehmen im Bereich des Umweltschutzes und der Umweltgeotechnik, Bergbehörden, Planungs- und Ingenieurbüros, Baufirmen, die Versicherungswirtschaft, kommunale Verbände sowie die Rohstoffindustrie.
 
 
An der TUC werden unterschiedliche Masterstudiengänge angeboten, die aufbauend auf den BSc Geoenvironmental Engineering studiert werden können.
 
Ja. Aufbauend auf den BSc Geoenvironmental Engineering werden zur Zeit der MSc Geoenvironmental Engineering und der MSc Umweltverfahrenstechnik und Recycling angeboten.
 
 
Der Studiengang Geoenvironmental Engineering kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester begonnen werden.
 
Ja, das ist richtig. Allerdings sind die Veranstaltungen so aufgebaut, dass ein Studienanfang zum Wintersemester empfohlen wird. Die Übergangszeit zwischen Schulabschluss und Studienbeginn kann sinnvoll zur Absolvierung eines Praktikums genutzt werden. Für Studierende, die im Sommersemester anfangen, wird vom Studienfachberater ein spezieller Studienplan zusammengestellt, so dass keine zeitlichen Verluste entstehen.
 
 
Der Studiengang Geoenvironmental Engineering eröffnet internationale Berufsperspektiven.
 
Ja. Die Inhalte der Vorlesungen sind oft international ausgerichtet. In Kooperation mit der Sichuan Universität in China wird ein Doppelabschluss angeboten. Studienbezogene Auslandsaufenthalte und Austauschprogramme - sowohl zum Vorlesungsbesuch als auch für Praktika - werden unterstützt und vermittelt. Zudem besteht direkt an der Universität die Möglichkeit, interkulturelle Erfahrung zu sammeln, z.B. im Internationalen Zentrum oder bei regelmäßig stattfindenden Vorträgen und Vorlesungen durch internationale Gastwissenschaftler/innen.
 
 
Ist das Studium des Geoenvironmental Engineering an der TUC nur reine Theorie ohne Praxisbezug?
 
Nein. Theoretische Grundlagen werden vermittelt, aber alles hat einen praktischen Bezug. Die Vermittlung des Lehrstoffes erfolgt daher oft an praktischen Beispielen oder ausgeführten Projekten.
 
 
Sollten Studienanfänger/innen zu Studienbeginn über sehr gute Computerkenntnisse verfügen?
 
Nein. Es wird bereits zu Studienbeginn ein sicherer Umgang mit typischen PC-Anwendungen wie Textverarbeitung und Internetnutzung erwartet. Kenntnisse, die über diese Basisfähigkeiten hinausgehen, sind zu Studienbeginn jedoch nicht unbedingt erforderlich.
 
 
Ist der Mathematik Vorkurs nur für Studienanfänger/innen zu empfehlen, die während der Schulzeit Schwierigkeiten mit den Inhalten des Mathematikunterrichts hatten?
 
Nein. Der Mathematikvorkurs wird allen Erstsemesterstudierenden empfohlen, unabhängig vom Leistungsniveau in der Schule. Zwar werden überwiegend relevante Inhalte der Oberstufe wiederholt und vertieft, jedoch werden auch neue Themengebiete behandelt. Zudem gibt der Vorkurs die Möglichkeit, sich an das schnellere Arbeitstempo an der Universität zu gewöhnen und die neuen Kommilitonen/-innen kennenzulernen.
 
 
Muss ich im Bachelorstudiengang Geoenvironmental Engineering bereits zu Beginn des Studiums meine Schwerpunktbereiche festlegen?
 
Nein. Die Festlegung der Schwerpunkte im Umfang von 5 SWS erfolgt erst im 5. Semester. Je nach Neigung kann eine Vertiefung aus den Bereichen der Geotechnik, der Umweltschutztechnik oder dem Bereich der Entsorgung gefährlicher Abfälle erfolgen.
 
 
Ist ein an den BSc Geoenvironmental Engineering anschließender Masterstudiengang nur für Absolventen/-innen zu empfehlen, die eine universitäre Karriere anstreben?
 
Nein. Absolventen/-innen des BSc Geoenvironmental Engineering besitzen zwar einen berufsqualifizierenden Abschluss, dennoch wird ein anschließender Masterstudiengang dringend empfohlen. Dieser ermöglicht es, die erlernten Grundlagen zu vertiefen und zu erweitern. Für Absolventen/-innen, die eine akademische Karriere anstreben, ist der Masterstudiengang im Allgemeinen unumgänglich; dieser stellt eine formale Voraussetzung für eine Promotion dar.
 



Aufbau des Studiums

Im ersten Studienjahr werden mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, hauptsächlich auf Basis von Vorlesungen und Übungen, vermittelt. Im zweiten Studienjahr folgen weitere Grundlagenmodule zu den Themenbereichen Geologie, Ingenieurbau und Technische Mechanik sowie Betriebswirtschaftslehre und Recht. Im dritten Studienjahr wird das Fachwissen in den folgenden Bereichen weiter vertieft:

  • Geotechnik
    (Ingenieurbau, Geomechanik, Erd- und Grundbau, Vermessungskunde, Geotechnische Modellierungsverfahren)
     
  • Angewandte Geowissenschaften
    (Geoinformation, Grundwasserströmung und -beschaffenheit, Untersuchung und Beprobung der Umweltmedien, Praxis Hydrogeologie)
     
  • Umweltschutztechnik
    (Abfallwirtschaft und Abwassertechnik, Entsorgungstechnik, Reststoffbehandlung, Umweltverträglichkeit)

Des Weiteren wird im dritten Studienjahr die Präsentationstechnik erlernt und eine Bachelor-Abschlussarbeit angefertigt.

Außerdem beinhaltet die Ausbildung ein 12-wöchiges Industriepraktikum (4 Wochen Grundpraktikum, i.d.R. vor Beginn des Studiums und 8 Wochen Fachpraktikum), welches einen guten Einblick in die Ingenieurtätigkeit liefert und die Möglichkeit bietet, das bereits Erlernte in der Praxis anzuwenden.

Anschließende Studienmöglichkeiten

Der Bachelor-Studiengang führt nach 3 Jahren zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. An den Bachelor-Abschluss kann sich ein Master-Studium anschließen, welches die Qualifikation im Bereich der Angewandten Geowissenschaften, der Entsorgung und des Recyclings sowie der Geoumwelttechnik weiter vertieft. Sinnvolle Studiengänge aus dem Angebot der TU Clausthal sind beispielsweise:

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Der Bachelor-Studiengang Geoenvironmental Engineering dient der wissenschaftlichen Qualifizierung der Absolventen für berufliche Tätigkeiten im Bereich des Geoumweltingenieurwesens. Der Arbeitsmarkt in diesem Bereich umfasst u.a. die Behörden des Umweltschutzes, Geologische Dienste, Deponiebetreiber, Betriebe im Bereich der Abfallwirtschaft, Industrieunternehmen im Bereich des Umweltschutzes und der Umweltgeotechnik, Bergbehörden, Planungs- und Ingenieurbüros, die Versicherungswirtschaft, Kommunale Verbände und die Rohstoffindustrie.

Die Tätigkeitsfelder der Absolventen liegen in der Umweltberatung und -untersuchung im Bereich Boden, Wasser, Abfall und Altlasten:

  • Umweltrisikoanalysen und -beurteilung
  • Umweltmanagementsysteme (Ökoaudit)
  • Umweltgeotechnik (Boden- und Grundwasserschutz, Altlastenerkundung und -sanierung)
  • Entwicklung von Sanierungsplanungen und -verfahren bei Altablagerungen, Deponien, Industriestandorten und Infrastrukturentwicklungen

Studienfachberatung

Prof. Dr.-Ing. Norbert MeyerProf. Dr.-Ing. Norbert Meyer
Telefon: +49 5323 72-2295
Fax: +49 5323 72-2479
E-Mail: ba.geoeng@tu-clausthal.de
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Erzstraße 18
38678 Clausthal-Zellerfeld

 

Prof. Dr.-Ing. Michael Z. HouProf. Dr.-Ing. Michael Z. Hou
Telefon: +49 5323 72-2347
Fax: +49 5323 72-3146
E-Mail: ba.geoeng@tu-clausthal.de
Institut für Erdöl- und Erdgastechnik
Agricolastraße 10
38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Foto: Norbert Meyer
Überblick
Typ: Bachelor-Studiengang
Dauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Studienbeginn:
Empfohlen wird das Wintersemester, möglich ist auch das Sommersemester.

Kontakt  Datenschutz  Impressum  Verantwortlich: Webmaster
© TU Clausthal 2016