|
Im Mittelpunkt des Master-Studiums stehen die Nutzungsmöglichkeiten tiefer geologischer Formationen zur Endlagerung von radioaktiven und chemotoxischen Abfällen. Dadurch, dass sowohl natur- als auch ingenieurwissenschaftliche Inhalte vermittelt werden, ist es für die meisten Absolventen von Bachelor-Studiengängen notwendig, sich in dem einen oder anderen Bereich ergänzende Kenntnisse anzueignen. Dazu wurden so genannte Komplementärmodule in das Curriculum integriert, die die Arbeitsbelastung der Studierenden nicht erhöhen. Fachliche SchwerpunkteZiel des Studiengangs ist es, die Absolventen zu befähigen, alle Prozessphasen von der Entstehung über das Handling bis zur untertägigen Beseitigung von radioaktiven und chemotoxischen Abfällen praktisch und wissenschaftlich zu bearbeiten und zu koordinieren. Dazu wurde der Prozess des Managements radioaktiver und umweltgefährdender Abfälle (RHWM) in folgende Phasen unterteilt:
Aufbau des StudiumsAusgehend von den für das anvisierte Arbeitsfeld notwendigen Qualifikationen zeigt sich, dass sowohl ingenieur- wie auch naturwissenschaftliche Kompetenzen für das erfolgreiche Arbeiten im RHWM erforderlich sind. Das Studium besteht aus 2 Pflicht- und 6 Wahlpflicht-Modulen sowie 4 Komplementär-Modulen. Die Modulstruktur ist so gewählt, dass die Absolventen alle relevanten Themen des RHWM studiert haben. Dazu wurden die einzelnen Module den Phasen des RHWM-Prozesses zugeordnet. Damit wird erreicht, dass die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis genutzt wird, um ein anwendungsorientiertes Studium entwickeln und anbieten zu können. Im Ergebnis führt das dazu, dass die einzelnen Module eine, mehrere oder alle Phasen des RHWM -Prozesses betreffen. Zur Gewährleistung einer umfassenden Ausbildung mit deutlichem Praxisbezug werden die Lehrveranstaltungen sowohl von Professoren und Dozenten der TU Clausthal als auch von kompetenten Vertretern aus Industrie und Fachbehörden durchgeführt. Pflichtmodule
Komplementärmodule
Wahlpflichtmodule
Stoffflussmodellierung
Berufsbild und ArbeitsmarktIn der endlager- bzw. entsorgungspflichtigen Industrie besteht ein deutlicher Bedarf an qualifizierten Absolventen mit einer Kompetenz im Bereich Endlagerung/Abfallbeseitigung. Diese Nachfrage bezieht sich weniger auf hochspezialisierte Ingenieure oder Naturwissenschaftler mit deutlicher Forschungsorientierung als vielmehr auf eine breit angelegte Kompetenz in allen die Endlagerung/Abfallbeseitigung betreffenden Fragestellungen von der Entstehung und Aufbereitung über die Konditionierung und Ablagerung bis hin zum Langzeitsicherheitsnachweis. In Gesprächen, die die TU Clausthal mit der deutschen Industrie geführt hat, sowie in einem europäischen Projekt wurden folgende zukunftsträchtige Berufsfelder und Arbeitgeber identifiziert:
Studienfachberatung
|
|