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Radioactive and Hazardous Waste Management (Master)

Im Mittelpunkt des Master-Studiums stehen die Nutzungsmöglichkeiten tiefer geologischer Formationen zur Endlagerung von radioaktiven und chemotoxischen Abfällen.

Dadurch, dass sowohl natur- als auch ingenieurwissenschaftliche Inhalte vermittelt werden, ist es für die meisten Absolventen von Bachelor-Studiengängen notwendig, sich in dem einen oder anderen Bereich ergänzende Kenntnisse anzueignen. Dazu wurden so genannte Komplementärmodule in das Curriculum integriert, die die Arbeitsbelastung der Studierenden nicht erhöhen.

Fachliche Schwerpunkte

Ziel des Studiengangs ist es, die Absolventen zu befähigen, alle Prozessphasen von der Entstehung über das Handling bis zur untertägigen Beseitigung von radioaktiven und chemotoxischen Abfällen praktisch und wissenschaftlich zu bearbeiten und zu koordinieren. Dazu wurde der Prozess des Managements radioaktiver und umweltgefährdender Abfälle (RHWM) in folgende Phasen unterteilt:

  1. Zustand des Abfalls und Konditionierung
  2. Standorterkundung untertägiger Deponien
  3. Geotechnische und geowissenschaftliche Analyse
  4. Langzeitsicherheitsnachweis und
  5. Genehmigung, Bau, Betrieb und Stilllegung

Aufbau des Studiums

Ausgehend von den für das anvisierte Arbeitsfeld notwendigen Qualifikationen zeigt sich, dass sowohl ingenieur- wie auch naturwissenschaftliche Kompetenzen für das erfolgreiche Arbeiten im RHWM erforderlich sind. Das Studium besteht aus 2 Pflicht- und 6 Wahlpflicht-Modulen sowie 4 Komplementär-Modulen. Die Modulstruktur ist so gewählt, dass die Absolventen alle relevanten Themen des RHWM studiert haben. Dazu wurden die einzelnen Module den Phasen des RHWM-Prozesses zugeordnet. Damit wird erreicht, dass die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis genutzt wird, um ein anwendungsorientiertes Studium entwickeln und anbieten zu können. Im Ergebnis führt das dazu, dass die einzelnen Module eine, mehrere oder alle Phasen des RHWM -Prozesses betreffen. Zur Gewährleistung einer umfassenden Ausbildung mit deutlichem Praxisbezug werden die Lehrveranstaltungen sowohl von Professoren und Dozenten der TU Clausthal als auch von kompetenten Vertretern aus Industrie und Fachbehörden durchgeführt.

Pflichtmodule

  • Standortcharakterisierung
  • Geomechanik
  • Numerische Simulation
  • Abfallinventar
  • Genehmigung und gesetzliche Regelung
  • Petrologie und Geochemie
  • Endlagerkonzepte
  • Langzeitsicherheit
  • Endlagertechnik
  • Hauptseminar und Exkursion
  • Master-Arbeit

Komplementärmodule

  • Grundwasserströmung und -beschaffenheit
  • Praxis Hydrogeologie
  • Grundlagen Hydrogeologie und Geochemie
  • Erkundung geologischer Strukturen

Wahlpflichtmodule

  • Behandlung gefährlicher Abfälle
  • Praktikum Geochemie
  • Praktikum Petrologie
  • Isotopengeochemie
  • Angewandte hydrogeochemische

Stoffflussmodellierung

  • Umweltmonitoring
  • Risikomanagement und Kommunikation

Berufsbild und Arbeitsmarkt

In der endlager- bzw. entsorgungspflichtigen Industrie besteht ein deutlicher Bedarf an qualifizierten Absolventen mit einer Kompetenz im Bereich Endlagerung/Abfallbeseitigung. Diese Nachfrage bezieht sich weniger auf hochspezialisierte Ingenieure oder Naturwissenschaftler mit deutlicher Forschungsorientierung als vielmehr auf eine breit angelegte Kompetenz in allen die Endlagerung/Abfallbeseitigung betreffenden Fragestellungen von der Entstehung und Aufbereitung über die Konditionierung und Ablagerung bis hin zum Langzeitsicherheitsnachweis. In Gesprächen, die die TU Clausthal mit der deutschen Industrie geführt hat, sowie in einem europäischen Projekt wurden folgende zukunftsträchtige Berufsfelder und Arbeitgeber identifiziert:

  • Entsorgungspflichtige Industrie und Abfallwirtschaft (Inland und evtl. benachbartes Ausland)
  • Unternehmen zum Bau und Betrieb von untertägigen Deponien und Endlagern
  • Consulting im Bereich Restmülldeponien, Abfallmanagement, Wasserqualität und -versorgung
  • Aufsichts- und Genehmigungsstellen sowie Behörden
  • Interessensverbände auf wirtschaftlicher, staatlicher und politischer Seite
  • Forschungseinrichtungen im Bereich Endlagerung und Untergrund-Deponien

Studienfachberatung

Prof. Dr. rer. nat. Klaus-Jürgen RöhligProf. Dr. rer. nat. Klaus-Jürgen Röhlig
Telefon: (05323) 72-4920
Fax: (05323) 72-2810
E-Mail: klaus.roehlig@tu-clausthal.de
Institut für Endlagerforschung
Adolph-Roemer Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
 

Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz LuxProf. Dr.-Ing. Karl-Heinz Lux
Telefon: (05323) 72-2224
Fax: (05323) 72-2341
E-Mail: karl-heinz.lux@tu-clausthal.de
Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik
Erzstraße 20
38678 Clausthal-Zellerfeld

Foto: TUC Archiv
Überblick
Typ: Master-Studiengang
Keine Neueinschreibung mehr möglich
Dauer: 4 Semester
Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)
 

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