Sportingenieurwesen (Bachelor)

 

Die olympischen Spiele und die Paralympics 2016 haben einmal mehr die Bedeutung exzellenter Geräte und Ausrüstungen für sportliche Höchstleistungen gezeigt. Deren Entwicklung und Bau erfordert eine Kombination aus fundierten ingenieurwissenschaftlichen mit sportbiologischen, bewegungs- und trainingswissenschaftlichen Kenntnissen. Der Sportingenieur kann die spezifischen Material- und Werkstoffeigenschaften in Kombination mit Mess- und Diagnosemethoden passgenau für Anwendungen im Bereich des Leistungssports, des Freizeitsports und dem Präventions- bzw. Rehabilitationssport nutzen und einsetzen.

Fachliche Schwerpunkte

Der 6-semestrige Bachelorstudiengang Sportingenieurwesen kombiniert ingenieurwissenschaftliche mit sportwissenschaftlichen Disziplinen. Er hat in hohem Maße interdisziplinären Charakter und vermittelt in den ersten vier Semestern weitgehende Grundkenntnisse in Physik, Chemie, Mathematik, Informatik, Materialwissenschaft und Werkstoffkunde, Maschinenbau, Elektrotechnik, technisches Zeichnen und technische Mechanik. Im 5. Semester ist eine interdisziplinäre Projektarbeit sowie ein sportingenieurwissenschaftliches Industriepraktikum vorgesehen, in denen die Studierenden an laufenden Forschungsprojekten mit sportwissenschaftlichen, sportpraktischen und werkstofftechnischen Fragestellungen teilhaben. Konstruktionslehre, Mess- und Regelungstechnik und Prothetik bilden weitere Schwerpunkte im 5. und 6. Semester. Sportwissenschaftliche Kompetenzen werden mit Beginn durch Lehrveranstaltungen in Sporttheorie, Biomechanik, Sportmotorik, Sportpraxis, Biochemie für Sportingenieure sowie ein Wahlpflichtmodul „Sport“ vermittelt.

Anschließende Studienmöglichkeiten

Der Studiengang Sportingenieurwesen schließt mit einer Bachelor-Arbeit ab. Ein konsekutiver Masterstudiengang Sportingenieurwesen ist geplant. Ein Wechsel in den Masterstudiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnik mit Vertiefungen in den Gebieten Materialien und Werkstoffe oder in den Master Maschinenbau ist, ggf. nach Abschluss von Angleichungsmodulen, grundsätzlich möglich.

Die an den Forschungszentren der TU Clausthal durchgeführten Forschungsprojekte bieten den Studierenden exzellente Möglichkeiten zur Durchführung ihrer Praktika und Abschlussarbeiten.

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Eine von der TU Clausthal in Auftrag gegebene Arbeitsmarktanalyse kommt zu dem Schluss, dass die Einsatzmöglichkeiten der Absolventen des Studiengangs Sportingenieurwesen durch die breitgefächerte Ausbildung von der Entwicklung und Herstellung von Sportgeräten, Materialien und Medizinprodukten bis hin zur Entwicklung von Software reichen.

So bieten z.B. die großen Sportartikelhersteller ein breites Aufgabenspektrum im Bereich der Forschung und Entwicklung. Dabei kommt dem Bereich Werkstofftechnik als Grundlage für die Entwicklung neuer Produkte eine zentrale Rolle zu.

Aufgrund von Demographie-Effekten bei den Medizintechnikunternehmen werden hier in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten erwartet. Die Investitionsraten in Forschung und Entwicklung sind überdurchschnittlich hoch, die Branche sucht explizit nach Ingenieuren, die Zusatzkenntnisse im orthopädischen Bereich mitbringen.

Zunehmende Bedeutung erfährt die Sportinformatik, die durch das Anwendungsfach "Sport und Technik" im konsekutiven Master-Studiengang „Informatik“ abgedeckt wird. So hat beispielsweise der größte europäische Softwarehersteller SAP im Jahr 2013 sein Portfolio um den Bereich „Sports & Entertainment“ erweitert, mit dem die sportliche Leistung sowie die wirtschaftliche Effizienz in Sportverbänden, -vereinen und -betrieben gesteigert werden kann.

Sportingenieure können sich in der Regel nach einer Weiterbildung zum Sachverständigen zertifizieren lassen und anschließend als Gutachter oder Prüfer für Sportgeräte oder Sportinfrastruktur arbeiten. Ebenfalls interessant ist ein Arbeitsplatz in Trainingszentren für den Leistungs- und Rehasport.

Für alle Tätigkeiten ist die interdisziplinäre Ausbildung des Sportingenieurs wichtig, um so die Kommunikation zwischen Sportler und Ingenieur zu gewährleisten. Weitere Tätigkeiten finden sich in der Trainingsplanentwicklung insbesondere in Verbindung mit individuellen Diagnosen für den Athleten.

Studienfachberatung

Studiengangsberater für den Bereich der Ingenieurwissenschaften

Prof. Dr.-Ing. Heinz Palkowski
Telefon: +49 5323 72-2016
Fax: +49 5323 72-992016
E-Mail: heinz.palkowski@tu-clausthal.de
Institut für Metallurgie
Robert-Koch-Straße 42, Raum 167
38678 Clausthal-Zellerfeld

 

Studiengangsberaterin für den Bereich der Sportwissenschaft/Sportpraxis

Prof. Dr. Regina Semmler-LudwigProf. Dr. Regina Semmler-Ludwig
Telefon: +49 5323 72-7801
Fax: +49 5323 72-7899
E-Mail:  regina.semmler@tu-clausthal.de
Sportinstitut
Julius-Albert-Straße 2, Raum 004
38678 Clausthal-Zellerfeld

 

Sprechzeiten: in der Vorlesungszeit montags von 10:00 bis 12:00 Uhr und nach Vereinbarung

Studiengangsberater für den Bereich der Biomedizintechnik/Endoprothetik

Dipl.-Ing. Horst KrüsemannDipl.-Ing. Horst Krüsemann
Telefon: +49 5323 72-7802
Fax: +49 5323 72-7899
E-Mail: horst.kruesemann@tu-clausthal.de
Sportinstitut
Julius-Albert-Straße 2, Raum 005
38678 Clausthal-Zellerfeld

 

Sprechzeiten: in der Vorlesungszeit montags von 09:00 bis 11:00 Uhr und nach Vereinbarung 

 
Foto: Ottobock
Überblick
Typ: Bachelor-Studiengang
Dauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Studienbeginn:
Empfohlen wird das Wintersemester, möglich ist auch das Sommersemester.
Prüfungsordnungen
Allgemeine Prüfungsordnung (pdf)
Praktikumsbestimmungen
Allgemeine Praktikantenrichtlinie (pdf)
Informationsmaterialien
Broschüre:
Studieren in Clausthal
(pdf)

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