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Technische Informatik (Bachelor)

 

Der Bachelorstudiengang Technische Informatik läuft ab dem Sommersemester 2016 aus. Eine Einschreibung ist damit letztmalig nur für Studienanfänger zum SS 16 möglich. 

Autos, MP3-Player, Navigationssysteme, Heizungen und Klimaanlagen, Windkraftanlagen, Fabriken – alles Anwendungen moderner informationstechnischer Komponenten. Informatik und Informationstechnik sind allgegenwärtig geworden und unterstützen die Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen. Ein Großteil der heutigen Innovationen, sei es nun in der Elektrotechnik, dem Maschinenbau, der Verkehrstechnik und Logistik oder der Umwelt- und Energietechnik, basieren auf Entwicklungen im Bereich der Informationstechnik. Das Studium der Technischen Informatik bietet Ihnen daher spannende Einblicke in die Funktionsweise heutzutage allgegenwärtiger technischer Systeme. Als Absolvent werden Sie befähigt, die zukünftige Entwicklung in den unterschiedlichsten Bereichen tatkräftig mitzugestalten.

 

 

Fachliche Schwerpunkte

Die fachlichen Schwerpunkte liegen in Systemtheorie, Hardware- und Softwarekenntnissen sowie in Anwendungsfächern, bei denen die Umsetzung in konkrete Lösungen erfolgt. Diesem Anwendungsgedanken entsprechen die Schwerpunkte Automatisierungstechnik und Eingebettete Systeme.

Fragen & Antworten

 
Ist das Bachelorstudium Technische Informatik eher ein Ingenieur- oder eher ein Informatikstudium?
 
Dies entscheiden Sie durch die Wahl des Studienschwerpunkts (Automatisierungstechnik oder Eingebette Systeme) selbst! Der Studiengang Technische Informatik entstand als Nachfolger des Ingenieur-Diplom-Studiengangs Informationstechnik (IT). Das Gebiet der Informationstechnik (IT) wird in den Medien leider häufig falsch als reine Informatik dargestellt. Die Informationstechnik bzw. die Technische Informatik besteht aber aus Inhalten aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und der Informatik. Der Bachelorstudiengang ist daher auch so aufgebaut, dass er Grundlagen aus allen Bereichen vermittelt und Ihnen die Vertiefung in einer Richtung ermöglicht. Sie entscheiden also, ob Sie mehr Ingenieur/in werden wollen (Schwerpunkt Automatisierungstechnik) oder mehr Informatiker/in (Schwerpunkt Eingebettete Systeme).
 
 
Muss man für das Studium vorher schon programmieren können?
 
Nein. Die Einschätzung, dass es bei der Informatik und damit auch bei der Technischen Informatik im Wesentlichen um Programmieren handelt, hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Das Programmieren selbst ist wirklich nur der geringste Teil der Tätigkeit, vielmehr geht es darum, vorher die Lösung der Probleme zu finden und sie dann umzusetzen. Programmierkenntnisse zu Beginn des Studiums schaden natürlich nicht, sind aber keinesfalls notwendig.
 
 
Ich habe gehört, dass Englisch im wissenschaftlichen bzw. technischen Bereich sehr wichtig ist. Meine Englischkenntnisse aus der Schule sind aber nicht besonders. Ist das ein Problem?
 
Für das Studium selbst ist dies kein Problem. Alle Fachvorlesungen im Bachelor-Studiengang werden bewusst auf Deutsch gehalten. Auch Lehrbücher stehen in deutscher Sprache zur Verfügung. Allerdings sind Grundkenntnisse in Englisch für eine/n Ingenieur/in oder eine/n Informatiker/in tatsächlich unerlässlich, da der Großteil der wissenschaftlichen Fachliteratur sowie viele Fachbegriffe auf Englisch sind. Auch Produkte und Dienstleistungen werden international vertrieben, so dass im späteren Berufsleben englische Sprachkenntnisse von den Absolventen erwartet werden. Daher ist auch ein Englischkurs ein fester Bestandteil des Bachelorstudiums. Das zusätzliche Angebot des Sprachenzentrums sowie der Umgang mit ausländischen Studierenden bieten Ihnen genug Gelegenheiten, Ihre Sprachkenntnisse rechtzeitig aufzufrischen oder zu vertiefen. Weiterhin bieten sich an der TU Clausthal auch Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt.
 
 
Kann man das Studium auch im Sommersemester beginnen?
 
Der natürliche Beginn des Studiums liegt traditionsgemäß im Wintersemester, da dort alle Grundlagenvorlesungen beginnen. Da diese aber nicht immer zwingend aufeinander aufbauen, konnte der Studiengang so konzipiert werden, dass auch ein Beginn im Sommersemester problemlos möglich ist. Dafür sind natürlich Umstellungen im Modellstudienplan nötig. Einen entsprechenden Vorschlag können Sie den Studiengangsinformationen entnehmen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Umstellungen von den Studierenden sehr unterschiedlich und individuell nach Neigungen und Vorkenntnissen gewählt werden.
 
 
Der Bachelorstudiengang Technische Informatik ist 8 Semester lang. Ist das ein Nachteil?
 
Nein! Auch wenn dies auf den ersten Blick so aussehen mag, erfolgte die Entscheidung für die Einrichtung eines achtsemestrigen Studiengangs ganz bewusst und aufgrund der Einschätzung, dass dies für die Studierenden Vorteile bietet.
Ein achtsemestriger Studiengang bietet Ihnen einen größeren Anteil an Wahlmöglichkeiten und Flexibilität, die sonst erst im Masterstudiengang möglich ist. Bzgl. einer Fortsetzung des Studiums im Ausland könnte ein achtsemestriger Bachelor ebenfalls Vorteile hinsichtlich einer Anerkennung des Abschlusses bieten, da viele Länder (z.B. die USA) achtsemestrige Bachelorstudiengänge haben. Sollten Sie sich entscheiden, mit dem Bachelorabschluss in den Beruf einzusteigen (also nicht unmittelbar im Anschluss einen Masterabschluss zu machen), haben Sie einen qualifizierten ersten Abschluss, mit dem Sie tatsächlich für den Arbeitsmarkt befähigt sind. Aufgrund der längeren Dauer liegt das Gewicht des Studiengangs auch nicht mehr so stark auf den tendenziell schweren Grundlagenfächern der ersten Semester. Diese gehen zudem schwächer gewichtet in die Gesamtnote ein. Damit wird berücksichtigt, dass im Gegensatz zum Diplom alle Prüfungen in die Bachelor-Gesamtnote eingehen. Diese entscheidet gegebenenfalls darüber, ob Sie ein Masterstudium aufnehmen können oder nicht. Das konsekutiv anschließende Masterstudium umfasst dann im Übrigen nur noch 2 Semester, so dass Sie, wenn Sie sich für diesen Masterstudiengang entscheiden, auf eine Gesamtstudiendauer von zehn Semestern kommen.
 
 
Man hört viel über zu hohe Belastungen im Bachelorstudium und über zu wenig Freiheit. Ist der Bachelorstudiengang Technische Informatik in vernünftiger Zeit zu schaffen?
 
Viele Beschwerden bezüglich des Bachelorstudiums kommen aus Studiengebieten, in denen Prüfungen einzelner Module und Vorlesungen unüblich waren, was für den Ingenieurbereich jedoch nicht gilt. Auch wurde bei der Konzeption des Studiengangs darauf geachtet, die Studieninhalte nicht zu überladen. So liegt die Arbeitsbelastung im konsekutiven Studiengang B.Sc. Technische Informatik / M.Sc. Automatisierungstechnik sogar etwas unter denen des vorherigen Diplomstudiengangs bei gleichzeitig mehr Zeit. Zudem wird die Studierbarkeit durch den Verzicht auf ein Vorpraktikum für viele vereinfacht. Aufgrund des Umfangs von 8 Semestern bietet bereits das Bachelorstudium einen recht großen Fächerfreiraum, welcher sonst nur im Masterstudium möglich ist.
 
 
Gibt es eine Leistungskontrolle während des Studiums?
 
Ja. Es ist eine regelmäßige Leistungskontrolle vorgesehen, damit frühzeitig festgestellt werden kann, ob größere Probleme oder Überforderungen im Studium auftreten, um die Ursachen erörtern bzw. helfen zu können. Daher wird im Abstand von jeweils vier Semestern geprüft, ob Sie zu diesen Zeitpunkten mindestens die Hälfte der vorgesehenen Leistungs-Punkte (ECTS) erreicht haben. Genaueres entnehmen Sie den Ausführungsbestimmungen. Diese relativ großen Zeitintervalle erlauben das Aufholen von Rückständen, so dass kleinere oder einmalige Verzögerungen nicht ins Gewicht fallen sollten.
Sollten Sie die Anforderungen nicht erfüllen, erfolgt im Normalfall die Exmatrikulation. Natürlich lassen sich in begründeten Ausnahmefällen wie z.B. längere Krankheit, Pflege von Angehörigen usw. Ausnahmelösungen finden.

Mit dieser Leistungskontrolle soll sichergestellt werden, dass Sie sich ein Mindestmaß an Gedanken über ein Zeitmanagement für ihr Studium machen. Gleichzeitig wird mit der Regelung garantiert, dass Sie den Bachelor also in maximal 16 Semestern beenden. Diese Zeitspanne erscheint insgesamt groß genug, um auch ein Studium über den Tellerrand hinaus zu ermöglichen und auch persönliche oder familiäre Umstände (wie z.B. die Notwendigkeit, zur Finanzierung des Lebensunterhalts einer bezahlten Tätigkeit nachzugehen oder Kinder zu betreuen) zu berücksichtigen.
 
 
Welche weiterführenden Studiengänge kann ich nach meinem Bachleorabschluss aufnehmen?
 
Ohne Reibungsverluste können Sie den konsekutiv anschließenden Masterstudiengang Automatisierungstechnik belegen. Dieser umfasst entsprechend nur 2 Semester und setzt das Prinzip der zwei Vertiefungsmöglichkeiten fort, wobei diese unabhängig vom Bachelorschwerpunkt gewählt werden können. Voraussetzung für das Masterstudium ist ein Notenschnitt von mindestens 3,0. Allerdings gibt es auch darüber hinaus Zugangsmöglichkeiten, welche den Ausführungsbestimmungen entnommen werden können.
Neben dem Master Automatisierungstechnik können Sie z.B. auch bei entsprechender Fächerwahl die Masterstudiengänge Informatik bzw. Mechatronik wählen, wobei es zu Auflagen kommen kann. Natürlich stehen Ihnen ggf. weitere Masterstudiengänge in technischen Fächern an anderen Hochschulen offen, wobei hierbei die Zulassungsvoraussetzungen individuell von diesen Hochschulen festgelegt bzw. geprüft werden. U.U. erfolgt dann eine Zulassung mit Auflagen (Belegung weiterer Fächer). Die achtsemestrige Studiendauer und die damit verbundenen 240 Credit Points können dabei einen Vorteil darstellen, da Ihnen auch dreisemestrige Masterstudiengänge offen stehen, für die 210 Credit Points Voraussetzung sind.
 
 
Wo arbeitet man mit einem Abschluss in Technischer Informatik?
 
Das Einsatzgebiet von Absolventen/-innen der Technischen Informatik ist sehr groß. Aus der hybriden Ausrichtung resultieren attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten in der Daten- und Kommunikationstechnik, in der Mechatronik, in der Automatisierungstechnik, in Automobil- und Verkehrstechnik und Logistik aber auch in der Umwelt-, Energie und Verfahrenstechnik.
 



Aufbau des Studiums

Grundlagen Mathematik und Naturwissenschaften

  • Ingenieurmathematik
  • Experimentalphysik
  • Etc.

Grundlagen der Informatik

  • Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen
  • Softwaretechnik
  • Etc.

Grundlagen der Technischen Informatik

  • Embedded Systems Engineering
  • Entwurf digitaler Schaltungen
  • Rechnerarchitektur
  • Etc.

Grundlagen der Informationstechnik

  • Elektrotechnik
  • Signale und Systeme
  • Mess- und Regelungstechnik
  • Automatisierungstechnik
  • Etc.

Wahlbereich Studienschwerpunkt

  • Schwerpunkt Eingebettete Systeme
  • Schwerpunkt Automatisierungstechnik

Fachübergreifende Inhalte

  • Projektmanagement
  • BWL
  • Sozialkompetenz
  • Recht

Industriepraktikum

Im Schwerpunkt Automatisierungstechnik ist ein Industriepraktikum von 12 Wochen Bestandteil des Studiums. Dieses Praktikum ist während des Studiums zu absolvieren. Ein Vorpraktikum vor Studienbeginn ist nicht erforderlich.

Anschließende Studienmöglichkeiten

Es bestehen die Möglichkeiten nach Abschluss des Bachelorstudiengangs Technische Informatik im Master Informatik sowie der Master Maschinenbau (hier steht de Studienrichtung Automatisierungstechnik zur Verfügung)  das Studium fortzusetzen.

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Ein hervorzuhebendes Charakteristikum der Ausbildung zum Ingenieur im Bereich der Technischen Informatik sind die äußerst vielseitigen Betätigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Technische Informatik implementiert die Rechnerbasis und organisiert den Austausch von Informationen zwischen Menschen und/oder Maschinen. Anwendungs- und Arbeitsgebiete für Technische Informatiker mit Abschluss Bachelor of Science finden sich in der Daten- und Kommunikationstechnik, im Gebiet der Mechatronik, in der Automatisierungstechnik, in der Verkehrstechnik und Logistik bei eingebetteten Systemen oder auch in den Gebieten der Umwelt-, Energie- und Verfahrenstechnik. Entsprechende Studien attestieren stets hervorragende Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Die Anzahl der freien Stellen im Bereich der Technischen Informatik und der Informationstechnik übersteigt die Bewerberzahl regelmäßig. Zudem erhöht sich der Anteil der Beschäftigten mit abgeschlossenem Hochschulstudium in diesem Bereich stetig.

Der Bachelor-Abschluss eröffnet interessante und zukunftsträchtige Tätigkeitsfelder im In- und Ausland. Die Mehrzahl der Bachelor-Absolventen der Technischen Informatik ist in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Inbetriebnahme, Vertrieb, Marketing und Service tätig. Der Bachelor of Science eröffnet bei entsprechender Abschlussnote den Weg in das weiterführende Master-Studium, das dann besonders für die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie für Führungspositionen qualifiziert.

Studienfachberatung

Prof. Dr. Christian Siemers
Telefon: +49 5323 72-7117
Fax: +49 5323 72-7149
E-Mail: christian.siemers@tu-clausthal.de
Institut für Informatik
Julius-Albert-Straße 4
38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Überblick
Typ: Bachelor-Studiengang
Dauer: 8 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Studienbeginn:
Letztmalige Bewerbung und Einschreibung nur zum Sommersemester 2016 möglich.

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