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Technomathematik als Studienrichtung im Studiengang Wirtschafts-/Technomathematik (Bachelor)

 

NEU ab WS 2017/2018

Mathematik ist eine Schlüsseldisziplin, die in vielen Bereichen unserer Gesellschaft unentbehrlich geworden ist. In fast allen Bereichen unserer Gesellschaft werden mathematische Methoden angewendet, um Produkte zu entwicklen und zu testen, Erdbeben und das Wetter vorherzusagen oder Energienetze bei wechselnder Belastung stabil zu halten. Ob in der Automobilindustrie, dem Flugzeugbau, bei der Entwicklung neuer Materialien, in der Energietechnik oder in der Umweltforschung: Erst mathematische Konzepte und Modelle ermöglichen die Lösung immer komplexerer Probleme in Wissenschaft und Technik.

Der Bachelor of Science Technomathematik

Die Entwicklung der letzten Jahre hat die Bedeutung der Mathematik deutlich erhöht, gleichzeitig aber auch das Anforderungsprofil für Mathematikerinnen und Mathematiker verändert. Die erfolgreiche Bearbeitung anspruchsvoller praktischer Probleme erfordert sowohl die Beherrschung eines breiten Spektrums mathematischer Methoden als auch die Fähigkeit, mit Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen zusammenzuarbeiten. Daher sind Grundkenntnisse eines Anwendungsfaches von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig müssen Sie als Mathematikerin und Mathematiker in der Lage sein, Ihre Ideen mit modernsten Methoden der Informatik am Computer umzusetzen.

Das innovative Studienkonzept des Clausthaler Studiengangs Technomathematik ist auf diese Anforderungen optimal zugeschnitten. Nach einer fundierten Grundausbildung können Sie sich in den höheren Semestern dank des flexiblen Aufbaus auf die Fachgebiete konzentrieren, die Sie besonders ansprechen. Bei aller Anwendungsorientierung kommt die Begeisterung für die Mathematik jedoch nicht zu kurz.

An der TU Clausthal können Sie sich bereits während des Studiums an den Forschungsprojekten der mathematischen Arbeitsgruppen beteiligen. Unsere Forschung erfolgt in enger Kooperation mit Kollegen an der TU Clausthal und ihren vier Forschungszentren für Simulationswissenschaften, Energieforschung, Material- und Umwelttechnik, sowie mit Partnern in der Industrie und an Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.

Fachliche Schwerpunkte

In den ersten vier Semestern erhalten Sie eine Basisausbildung in den mathematischen Disziplinen Analysis, Lineare Algebra, Numerische Mathematik, Stochastik, Statistik und Optimierung (etwa 60 %), sowie in der Informatik und in den Ingenieurwissenschaften (je 20 %). Im fünften und sechsten Semester dürfen Sie dann aus einem breiten Angebot von Wahlpflichtfächern frei wählen und können Ihr Wissen in einem fächerübergreifenden Praktikum einsetzen und erproben. Dies bereitet Sie hervorragend auf die abschließende Bachelor-Arbeit und Ihre spätere Berufstätigkeit vor.

Es werden keine speziellen Vorkenntnisse etwa in Informatik vorausgesetzt, alle Kurse setzen auf dem allgemeinen Schulwissen auf.

Fragen & Antworten

Ja und Nein! Mathematik als Leistungsfach gehabt zu haben, ist nicht unbedingt notwendig, aber sehr hilfreich. Im Mathematik-Studium wird im Prinzip kein Schulwissen als bekannt vorausgesetzt. Auch Definitionen und Zusammenhänge, die in Schulen verbindlich behandelt werden, werden in den ersten Semestern noch einmal angegeben oder hergeleitet sowie durch Übungsaufgaben vertieft. Allerdings treten die größten Schwierigkeiten in einem Mathematik-Studium in den ersten Semestern auf. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich hilfreich, wenn einige der im ersten Semester behandelten Themen schon aus der Schule bekannt sind, daher ist die Wahl von Mathematik als Leistungsfach für den Einstieg ins Mathematik-Studium ein sehr großer Vorteil.
Nein! Diese Einschätzung der Mathematik hält sich in Teilen der Öffentlichkeit hartnäckig, ist aber völlig falsch. Auch Mathematiker/innen kennen die Vorzüge von Taschenrechnern und Computern. Neben anderen Fragestellungen beschäftigen sich Mathematiker/innen natürlich auch damit, wie sich Lösungen mathematischer Probleme geschickt berechnen lassen, um zum Beispiel wenig Speicherplatz oder wenig Rechenzeit auf einem Computer zu benötigen, die konkrete Berechnung wird dann aber in der Praxis den Maschinen überlassen.
Nein! Wie wichtig der Einsatz von Computern ist, hängt vom Teilgebiet der Mathematik ab. Nachdem man sich theoretisch überlegt hat, mit welchen mathematischen Methoden ein praktisches Problem sinnvoll gelöst wird, sollte stets eine praktische Umsetzung, also eine Implementierung dieses Verfahrens erfolgen. Zumindest bei kleineren Problemstellungen sollten Mathematiker/innen in der Lage sein, dies selbst am Computer zu erledigen. Auch wenn es darum geht, theoretische Zusammenhänge auszuknobeln, können Beispielrechnungen, die man am Computer durchführt, Ideen liefern. Daher hören Studierende im Clausthaler Studiengang Angewandte Mathematik auch Veranstaltungen aus der Informatik und belegen einen Programmierkurs.
Ja und Nein. Wem das Lösen der Aufgaben aus dem Bundeswettbewerb Mathematik oder Mathematik-Olympiaden Spaß macht, ist in den meisten Fällen für ein Mathematik-Studium auch gut geeignet. Umgekehrt haben aber auch viele erfolgreiche Absolventen/-innen eines Mathematik-Studiums nie an derartigen Wettbewerben teilgenommen oder waren nicht erfolgreich. Dies liegt unter anderem daran, dass für die Lösung derartiger Wettbewerbsaufgaben immer ähnliche Tricks zur Anwendung kommen, je nach Schulunterricht sind diese bekannt oder unbekannt. In letzterem Fall macht das Lösen dieser Aufgaben naturgemäß wenig Spaß.
Nein. Natürlich ist das Versicherungswesen ein klassisches Anwendungsfeld der Mathematik. Heutzutage ist das Spektrum der Berufsmöglichkeiten für Mathematiker/innen allerdings sehr viel umfassender: In der Finanzwelt (Banken, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung), in der Dienstleistung (Logistik, Fluggesellschaften, Autovermietungen, Verkehrsplanung), aber auch in produzierenden Unternehmen werden Mathematiker/innen eingesetzt.
Ja. Das Einsatzspektrum von Mathematikern/-innen ist in der Wirtschaft sehr breit. Auch ingenieur- oder wirtschaftswissenschaftliche Institute an Universitäten stellen gerne Mathematiker/innen ein. Es kommt nicht selten vor, dass nach einem Mathematik-Studium die Promotion zum Dr.-Ing. erfolgt.
Ja, auf jeden Fall! Jede Lösung sowohl für innermathematische Fragestellungen als auch für Probleme aus der Praxis wirft neue Fragen auf, sowohl Möglichkeit als auch Bedarf für mathematische Forschung sind daher unerschöpflich. Derartige Forschungsarbeit kann im Rahmen einer Universitätskarriere, aber natürlich auch in freien Unternehmen erfolgen.
Nein. Wie für viele andere Studiengänge gilt auch für die Mathematik, dass Veranstaltungen in Vorlesungen und Übungen aufgeteilt sind. In den Vorlesungen werden eher Definitionen vorgestellt und theoretische Zusammenhänge hergeleitet werden, vorkommende Beispiele sind meist sehr kurz oder immer noch vergleichsweise abstrakt. Dies ist aber durchaus beabsichtigt, denn in den vorlesungsbegleitenden Übungen werden konkretere und ausführlichere Beispiele besprochen.
Ja, für ein Mathematik-Studium braucht man ohne Zweifel eine gewisse mathematische Begabung (Logik, algorithmisches Denken, Abstraktionsvermögen) und darüber hinaus, ganz wichtig, einfach auch Spaß an Mathematik. Leider ist es nicht immer möglich, aufgrund des Schulunterrichts eine richtige Einschätzung der eigenen Begabung und Begeisterungsfähigkeit für Mathematik vorzunehmen, nach den ersten zwei Semestern Studium dagegen schon. Dazu kommt die Umgewöhnung an einen anderen Lehrstil und somit an ein anderes Lernverhalten, außerdem die Gewöhnung an die präzise Sprache der Universitäts-Mathematik. Studienkarrieren, die an den letzten Prüfungen oder der Abschlussarbeit scheitern, was in einigen anderen Studiengängen häufiger passiert, sind äußerst selten, die Gründe dafür meist auch nicht fachlicher Natur.

Aufbau des Studiums

Anschließende Studienmöglichkeiten

Der Bachelor-Studiengang führt nach drei Jahren zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. An den Bachelor-Abschluss kann sich der konsekutive Master-Studiengang Technomathematik, unter bestimmten Bedingungen der Master-Studiengang Wirtschaftsmathematik oder aber ein Studiengang aus dem Bereich der Informatik anschließen.

Die oben genannten Master-Studiengänge befinden sich momentan noch im Akkreditierungsprozess. Die Einführung der Master-Studiengänge ist zum Wintersemester 2018/2019 geplant.

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen mit mathematisch fundierten interdisziplinären Kenntnissen ist groß. Für Absolventinnen und Absolventen mit einer solchen Ausbildung bieten sich hervorragende Berufschancen, z.B. in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, in der Material- und Umweltforschung, in der Telekommunikation oder bei Energieversorgern.

Studienfachberatung

Prof. Dr. Lutz AngermannProf. Dr. Lutz Angermann
Telefon: +49 5323 72-2433
Fax: +49 5323 72-3601
E-Mail: angermann@math.tu-clausthal.de
Institut für Mathematik
Erzstraße 1
38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Foto: Institut für Mathematik
Überblick
Typ: Bachelor-Studiengang
Dauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Studienbeginn:
Empfohlen wird das Wintersemester, möglich ist auch das Sommersemester.

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