An der TU Clausthal sind Promotionen grundsätzlich in jedem angebotenen Studienschwerpunkt möglich. Darüber hinaus bestehen einige besondere Angebote der Fakultäten, der Zentren oder auch hochschulübergreifend im Verbund der Niedersächsischen Technischen Hochschule:
Hochtemperatur-Stoffbehandlungsprozesse werden in diesem Kolleg dahingehend verstanden, dass der Energieeinsatz vorzugsweise zur Erzeugung von Massenprodukten wie z.B. Stahl oder Zement genutzt wird. Stoffbehandlungsprozesse von Abfällen im Sinne des Kreiswirtschafts-Abfallgesetzes sind einbezogen. Gemeinsames Ziel ist die Präzisierung und Weiterentwicklung dieser Prozesse mit Hilfe experimenteller und theoretischer Untersuchungen zu Reaktionsabläufen, Verfahrensparametern und Produkteigenschaften, vor allem deren Wechselwirkungen untereinander.
Die thematischen Schwerpunkte des HT-Kollegs liegen in den Bereichen der Materialforschung und der Ingenieurwissenschaften. Es versteht sich als Bindeglied zwischen Prozessen und Produkteigenschaften und verstärkt fachliche Gemeinsamkeiten zwischen den beteiligten Instituten. Im HT-Kolleg werden auch Werkzeuge für die Modellbildung und Prozesssimulation bereitgestellt und verfeinerte Basisdaten erarbeitet.
Die interdisziplinäre Ausbildung von Doktoranden der Ingenieur- und Naturwissenschaften im Rahmen des HT-Kollegs zielt auf eine Stärkung des Clausthaler Absolventenprofils und den nachhaltigen Berufserfolg in Forschung und Industrie über die Promotion hinaus.

Die Technische Universität Clausthal hat mit der Deutschen Lufthansa AG einen Rahmenvertrag geschlossen, um geeigneten Studenten ein integriertes Promotionsstudium im industriellen Umfeld zu ermöglichen. Der Kooperationspartner stellt der TU Clausthal Mittel zur Verfügung, um Doktoranden finanziell auszustatten. Die Doktoranden erhalten beim Kooperationspartner für die Dauer des Promotionsverfahrens einen Arbeitsplatz und werden von Professoren und Mitarbeitern der TU Clausthal betreut. Periodische Workshops, Seminare und Vorlesungen (unter Mitwirkung von Lehrbeauftragten) runden das Programm ab.
Das Operations Management beschäftigt sich mit dem Entwurf und der Einsatzplanung von Produktions- und Logistiksystemen mit dem Ziel, die Effektivität und Effizienz der Wertschöpfungsprozesse und damit die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Wertschöpfungsnetzwerken zu gewährleisten. Die im Operations Management auftretenden Planungsprobleme werden unter Verwendung mathematischer Modelle und Methoden des Operations Research abstrahiert, formalisiert und gelöst. Im Zuge der stark gestiegenen Leistungsfähigkeit von Computern, erheblichen Effizienzsteigerungen von Verfahren der mathematischen Programmierung und der zunehmenden Notwendigkeit, Wertschöpfungsprozesse auch über Unternehmensgrenzen hinweg zu optimieren, hat das Operations Management in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen.
In der Graduiertenschule „Operations Management and Research“ haben sich zehn Lehrstühle der drei NTH-Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover aus den Bereichen der Produktionswirtschaft, des Operations Research, der Angewandten Mathematik und der Wirtschaftsinformatik zusammengeschlossen. Die Graduiertenschule vermittelt den ca. 40 beteiligten Doktoranden in einer kompakten Form auf einem wissenschaftlich hohen Niveau insbesondere methodisch orientiertes Grundlagenwissen des Operations Management und des Operations Research. Das hierzu entwickelte Kursprogramm umfasst etablierte und neuere wissenschaftlich anspruchsvolle Methoden der Fächergruppe, die in einer speziell für Doktoranden aufbereiteten Weise vermittelt werden.
Insgesamt werden gegenwärtig 18 Einzel-Kurse zu folgenden Schwerpunkt-Themen angeboten:
In regelmäßigen Abständen kommen die Hochschullehrer und Doktoranden der Graduiertenschule in Plenarveranstaltungen zusammen. Diese Plenarveranstaltungen bieten den Doktoranden die Möglichkeit, frühzeitig in einem geschützten Raum ihre laufenden Forschungsprojekte vorzustellen und von den Anregungen der anderen Mitglieder der Graduiertenschule zu profitieren.

„Ich arbeite gerne am EFZN, da ich das interdisziplinäre Umfeld als spannend empfinde. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, eine Vielzahl von Kontakten an den beteiligten niedersächsischen Hochschulen, in der Politik sowie bei Industriepartnern zu knüpfen. Die Möglichkeit der Promotion an der TUC habe ich aufgrund meiner guten Erfahrungen als Student der Energiesystemtechnik gerne angenommen und ist ein entscheidender Grund für die Auswahl des EFZN als Arbeitgeber gewesen.“

„Ich habe an der TU Clausthal Mathematik studiert und zum Thema Callcenter und Warteschlangenoptimierungen promoviert. Die große praktische Relevanz des Themas wurde auch dadurch deutlich, dass zahlreiche Medien sich dafür interessiert haben.“