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Betriebswirtschaftslehre (Bachelor)

 

Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre ist die Beschreibung, Erklärung und Unterstützung der Entscheidungsprozesse in Unternehmen. Zur Betriebswirtschaftslehre gehören als sogenannte Funktionslehren die Produktionswirtschaft, die Materialwirtschaft und Logistik, die Absatzwirtschaft (Marketing), die Unternehmensrechnung, die Investitions- und Finanzierungsrechnung und die Unternehmensführung. Ziel des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaftslehre ist die Ausbildung verantwortungsbewusster Betriebswirte, die in der Lage sind, in Zusammenhängen zu denken und wissenschaftliche Konzepte auf konkrete Anwendungsbereiche zu übertragen. An der TU Clausthal wird besonderer Wert auf die Vermittlung methodischer Grundlagen für die Entscheidungsfindung in Betrieben gelegt. Durch das Studium sollen Fachkenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die ein problemorientiertes Arbeiten gewährleisten und eine lebenslange Weiterqualifikation ermöglichen.

Fachliche Schwerpunkte

Der Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal enthält klassische wirtschaftswissenschaftliche Inhalte, ist jedoch im Vergleich zu den Angeboten anderer Hochschulen durch eine stärker entscheidungsorientierte und damit quantitative Ausrichtung geprägt und beinhaltet ein Technik-Modul, in dem einführende Kenntnisse in den Bereichen Energie und Rohstoffe, Maschinenbau und Verfahrenstechnik vermittelt werden. Diese spezielle Ausrichtung dient dazu, die Studierenden auch mit den Schnittstellen der Disziplin vertraut zu machen und für die Aufnahme des Master-Studiengangs Technische Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal vorzubereiten.

Fragen & Antworten

Die Aussage ist richtig. Das bedeutet, dass insbesondere die Abiturnote für die Zulassung nicht relevant ist. Gleichwohl werden im zweiten und im dritten Fachsemester des Studiums Leistungskontrollen durchgeführt. Studierende müssen eine bestimmte Mindestanzahl von Leistungspunkten erreichen, um weiter studieren zu dürfen.
Die Aussage ist richtig. Ein Beginn im Sommersemester ist möglich, jedoch ist das Studium so aufgebaut, dass der Beginn im Wintersemester empfohlen wird.
Hinweise zur Vorbereitung auf ein Studium der Betriebswirtschaftslehre beginnend in einem Sommersemester findet man auf der Webseite: Informationen zum Studienbeginn im Sommersemester
Nein, das ist falsch. Laut der Studie Staufenbiel Jobtrends Deutschland 2012, in der die Ergebnisse einer Befragung von 255 Unternehmen mit zusammen ca. 4,7 Mio. Mitarbeiter ausgewertet werden, sind Unternehmensberatungen, Banken und Finanzdienstleister die wichtigsten Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler. Der Maschinen- und Anlagenbau nimmt einen guten 5. Platz in den Top 10 der Einstiegsbranchen für Wirtschaftswissenschaftler ein, gefolgt von Automotive auf Platz 6 und Energie- und Versorgungswirtschaft auf Platz 7.
Nein. Ein Bachelorstudiengang ist in Module unterteilt und jedem Modul ist eine bestimmte Anzahl von ECTS-Punkten zugeordnet. ECTS-Punkte werden im europäischen Hochschulraum als Maß für den Zeitaufwand verwendet, den ein durchschnittlich begabter Studierender für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls benötigt. Ein ECTS-Punkt entspricht 25-30 Arbeitsstunden. ECTS steht hierbei für European Transfer Credit System, ein europäisches System, das die Vergleichbarkeit von Leistungen von Studierenden im europäischen Hochschulraum ermöglichen soll.
Nein, das ist falsch. Mathematische Kenntnisse sind für viele Prüfungen notwendige Voraussetzung und damit ohne Frage wichtig, um zu einem erfolgreichen Abschluss des Studiums zu kommen. Die erforderlichen Kenntnisse kann man sich während der ersten beiden Semester des Studiums im Rahmen von zwei Modulen Mathematik (Umfang: 14 von insgesamt 180 ECTS-Punkte) aneignen. Im Rahmen einer Orientierungsphase vor Vorlesungsbeginn im ersten Fachsemester bietet die TU Clausthal zudem Vorkurse in Mathematik an, in denen die Studierenden ihr Schulwissen Mathematik auffrischen können. Diese Kurse werden sowohl im Sommersemester als auch im Wintersemester angeboten.
Diese Aussage ist richtig. Das Modul Technik mit einem Umfang von 12 von insgesamt 180 ECTS-Punkten enthält die Veranstaltungen Einführung in den Maschinenbau, Einführung in Energie und Rohstoffe und Grundlagen der Verfahrenstechnik. Diese technisch ausgerichteten einführenden Veranstaltungen sollen den Studierenden einen Einblick in mögliche Arbeitswelten geben und darüber hinaus auf ein mögliches Masterstudium Technische Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal vorbereiten.
Nein, das trifft nicht zu. In einem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an einer wissenschaftlichen Hochschule beschäftigt man sich grundsätzlich mit dem Fach Statistik. An der TU Clausthal müssen im 3. und im 4. Semester zwei Module Statistik mit einem Umfang von 12 von 180 ECTS-Punkten absolviert werden. Statistische Kenntnisse sind in weiterführenden Veranstaltungen, wie z.B. Marktforschung, unbedingt erforderlich.
Nein, das stimmt nicht! Bürgerliches und öffentliches Recht sind in der Regel Pflichtbestandteil eines Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaftslehre. Das entsprechende Modul an der TU Clausthal weist einen Umfang von 6 von insgesamt 180 ECTS-Punkten auf. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, im Wahlpflichtbereich Wirtschaftsrecht oder Arbeitsrecht zu wählen.
Nein, keineswegs. Im Vergleich zu anderen Hochschulen ist das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal stärker quantitativ ausgerichtet, d.h. man wird in vielen Veranstaltungen mit mathematischen Darstellungen und Methoden konfrontiert.
Nein! Durch das Studium sollen Fachkenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die ein problemorientiertes Arbeiten gewährleisten und eine lebenslange Weiterqualifikation ermöglichen. Hierbei sollen insbesondere Methodenwissen und Abstraktionsfähigkeit vermittelt werden. Daher liegt der Schwerpunkt von Prüfungen typischerweise auf der Anwendung und Übertragung erlernter Verfahrensweisen auf bekannte oder abgewandelte Problemstellungen. Diese sogenannte Methoden- und Transferkompetenzen können nur mit viel Übung erlangt werden. Daher ist fast jede Vorlesung des Studiengangs mit einer Übungsveranstaltung kombiniert, in der die Inhalte der Vorlesung anhand von Aufgaben und Fallstudien illustriert und angewandt werden.
Die Aussage ist richtig. Bereits im ersten Fachsemester ist ein Modul Programmierung (6 von 180 ECTS-Punkten) angesiedelt, in dem Grundlagen der Datenverarbeitung und Grundelemente höherer Programmiersprachen vermittelt werden. Darüber hinaus finden sich im 3. und 4. Semester zwei Module zur Wirtschaftsinformatik im Umfang von insgesamt 12 ECTS-Punkten. Wenn Studierende ihr Studium im Bereich Unternehmensforschung oder Operations Management vertiefen möchten, sind Programmierkenntnisse von großem Vorteil.
Die Aussage ist richtig. Das sechswöchige Praktikum ist im 5. Semester des Bachelorstudiums angesiedelt und umfasst 9 von 180 ECTS-Punkten.
Die Aussage ist richtig. Englischsprachige wissenschaftliche Texte lesen und verstehen zu können, ist insbesondere für Seminare und weiterführende Veranstaltungen erforderlich. Auch kommt man bei der Anfertigung einer Abschlussarbeit bei den meisten Themen ohne englischsprachige Literatur nicht aus. Gute Englischkenntnisse sind bereits zu Beginn des Studiums äußerst hilfreich und werden im Laufe des Studiums immer wichtiger. Darüber hinaus muss ein Pflichtmodul Wirtschaftsenglisch im Umfang von 3 von 180 ECTS-Punkten absolviert werden.
Nein, das trifft nicht zu. Einen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren, ist für Studierende im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal keine Pflicht. Gleichwohl bieten wir zahlreiche Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Universitäten an und unterstützen Studierende bei ihren Vorbereitungen auf ein Auslandssemester. Idealerweise sollte ein Auslandsaufenthalt erst nach der Hälfte des Studiums stattfinden.
Nein, das ist falsch! Gemäß aktuellem Beschluss des Prüfungsausschusses und den Ausführungsbestimmungen für den Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre an der TU Clausthal gilt die Bachelorprüfung als endgültig nicht bestanden, wenn
  • im Rahmen der in den Prüfungszeiträumen der ersten beiden Fachsemester erbrachten Leistungen nicht insgesamt mindestens 18 ECTS-Punkte erreicht wurden oder
  • im Rahmen der in den Prüfungszeiträumen der ersten drei Fachsemester erbrachten Leistungen nicht insgesamt mindestens 36 ECTS-Punkte erreicht wurden.
Wenn die geforderten Leistungspunkte nicht erreicht werden, kommt es automatisch zur Exmatrikulation. Die Mindestanzahl ist in beiden Fällen sehr niedrig angesetzt, da bei Einhaltung der Regelstudienzeit von sechs Semestern im Durchschnitt 30 ECTS-Punkte pro Semester zu absolvieren sind. Man beachte, dass bei Erreichen von nur 36 ECTS-Punkten nach drei Semestern man bei gleichbleibender Geschwindigkeit noch weitere 12 Semester, also noch 6 Jahre (!), für den erfolgreichen Abschluss des Studiums benötigen würde.
Die Aussage ist richtig. Ein erfolgreicher Abschluss des Bachelorstudiengangs ist Voraussetzung für die Aufnahme eines Masterstudiengangs im Bereich Betriebswirtschaftslehre an europäischen Hochschulen. Neben dem Bachelorabschluss können Hochschulen weitere Voraussetzungen definieren, so z.B. bezüglich der Abschlussnote.
Die Aussage ist richtig. Die TU Clausthal bietet einen Masterstudiengang Technische Betriebswirtschaftslehre mit den nicht ökonomischen Vertiefungsrichtungen
  • Fertigung,
  • Rohstoffgewinnung,
  • Modellierung und Simulation oder
  • Energiemanagement
zur individuellen Profilbildung an.

Aufbau des Studiums

Das wirtschaftswissenschaftliche Pflichtprogramm besteht aus zwei einführenden Veranstaltungen zur Betriebs- und zur Volkswirtschaftslehre sowie sechs betriebswirtschaftlichen Kernfächern (Produktion und Logistik, Marketing, Unternehmensrechnung, Investition und Finanzierung, Unternehmensführung, Unternehmensforschung) und zwei volkswirtschaftlichen Kernfächern (Mikroökonomik und Makroökonomik). Die Kernfächer werden jeweils in Grundlagen- und Vertiefungsveranstaltungen vermittelt. Zu den weiteren Kernfächern gehören Mathematik, Statistik und Veranstaltungen der Wirtschaftsinformatik. Im einzelnen sind die folgenden Fächer zu belegen:

  • Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
  • Allgemeine Volkswirtschaftslehre
  • Unternehmensführung
  • Unternehmensrechnung
  • Investition und Finanzierung
  • Produktion
  • Marketing
  • Unternehmensforschung
  • Mikroökonomik
  • Makroökonomik
  • Wirtschaftspolitik
  • Marktforschung
  • Projektmanagement
  • Entscheidungstheorie
  • Entscheidung und Koordination
  • Personal und Führungsorganisation
  • Operations Management
  • Mathematik
  • Statistik
  • Programmierung
  • Wirtschaftsinformatik
  • Einführung in das Recht
  • Technik
  • Schlüsselqualifikationen
  • Wirtschaftsenglisch
  • Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten
  • Wahlpflichtfächer Wirtschaftswissenschaften
  • Unternehmensplanspiel
  • Wirtschaftswissenschafliches Seminar
  • Industriepraktikum
  • Bachelor-Arbeit

Anschließende Studienmöglichkeiten

Der Bachelor-Studiengang führt nach drei Jahren zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. An den Bachelor-Abschluss kann sich ein betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Master-Studium anschließen, so z.B. der Studiengang „Technische Betriebswirtschaftslehre“ an der TU Clausthal.

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Die Situation am Arbeitsmarkt für wirtschaftswissenschaftliche Akademiker ist ungebrochen gut. Aktuelle Stellenmarktanalysen zeigen, dass fast 70% der freien Stellen dem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich zuzuordnen sind. Der erfolgreiche Abschluss des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaftslehre der TU Clausthal ermöglicht den Einstieg in Positionen, in denen grundlegendes wirtschaftswissenschaftliches Fachwissen benötigt wird. Somit kommen gemäß des Clausthaler Profils insbesondere mittlere Führungspositionen bzw. operative Tätigkeiten in folgenden Einsatzbereichen in Frage: Einkauf, Logistik, Produktion, Marketing und Vertrieb, Projektmanagement, Controlling, Rechnungswesen, Instandhaltung und Qualitätsmanagement.

Studienfachberatung

Prof. Dr. Heike Schenk-MathesProf. Dr. Heike Schenk-Mathes
Telefon: +49 5323 72-7604
Fax: +49 5323 72-7699
E-Mail: ba.bwl@tu-clausthal.de
Institut für Wirtschaftswissenschaft 
Julius-Albert-Straße 2
38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Foto: Deutsche Börse AG
Überblick
Typ: Bachelor-Studiengang
Dauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Studienbeginn:
Empfohlen wird das Wintersemester, möglich ist auch das Sommersemester.

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