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Technomathematik als Studienrichtung im Studiengang Wirtschafts-/Technomathematik (Master)

 

Der Start dieses Studiengangs, d.h. die erstmalige Möglichkeit zur Einschreibung in diesen Studiengang, ist nach Abschluss der Akkreditierung  für das Wintersemester 2018/2019 geplant.

Die Bedeutung der Mathematik für Wirtschaft und Wissenschaft hat sich in den letzen Jahrzehnten deutlich erhöht, gleichzeitig hat sich aber auch das Anforderungsprofil für Mathematiker und Mathematikerinnen verändert. Die erfolgreiche Bearbeitung anspruchsvoller Anwendungsprobleme erfordert sowohl die Beherrschung eines breiten Spektrums mathematischer Methoden als auch die Fähigkeit, mit Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig müssen Mathematiker und Mathematikerinnen in der Lage sein, Ihre Ideen mit modernsten Methoden der Informatik am Computer umzusetzen.

Sie haben bereits einen Bachelor-Studiengang in Mathematik oder Informatik absolviert und möchten Ihre Kenntnisse nun in einem anwendungsorientierten Studiengang vertiefen? Dann ist das innovative Studienkonzept des Clausthaler Studiengangs Technomathematik ideal auf Ihre Anforderungen zugeschnitten. Aus den Bereichen Numerik, Wissenschaftliches Rechnen, Mathematische Modellierung, Optimierung, Stochastik und Statistik können Sie sich ein Master-Studium zusammenstellen, das Ihren Bedürfnissen optimal entspricht. Ergänzt werden diese Themen durch frei wählbare Schwerpunkte aus der Informatik und den Ingenieurwissenschaften.

An der TU Clausthal ist bereits während des Master-Studiums eine Beteiligung an den Forschungsprojekten der mathematischen Arbeitsgruppen möglich. Unsere Forschung erfolgt in enger Kooperation mit Kollegen an der TU Clausthal und ihren vier Forschungszentren für Simulationswissenschaften, Energieforschung, Material- und Umwelttechnik, sowie mit Partnern in der Industrie und an Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.

Fachliche Schwerpunkte

In den ersten drei Semestern wählen Sie sechs Veranstaltungen aus den Teilbereichen der Angewandten Mathematik: Numerische Mathematik, Mathematische Modellierung, Wissenschaftliches Rechnen, Optimierung, Stochastik und Statistik, außerdem Veranstaltungen aus der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. So können Sie Ihr Studium optimal auf Ihre Interessen ausrichten. Unser Fachstudienberater ist Ihnen bei einer sinnvollen Veranstaltungsauswahl gerne behilflich. Im dritten Semester können Sie Ihr Wissen in einem interdisziplinären Praktikum mit zugehörigem Seminar einsetzen und erproben. Dies bereitet Sie optimal auf die abschließende Master-Arbeit im letzten Semester und Ihre spätere Berufstätigkeit vor.

Fragen & Antworten

 
Muss man für Mathematik gut Kopfrechnen können?
 
Nein! Diese Einschätzung der Mathematik hält sich in Teilen der Öffentlichkeit hartnäckig, ist aber völlig falsch. Auch Mathematiker/innen kennen die Vorzüge von Taschenrechnern und Computern. Neben anderen Fragestellungen beschäftigen sich Mathematiker/innen natürlich auch damit, wie sich Lösungen mathematischer Probleme geschickt berechnen lassen, um zum Beispiel wenig Speicherplatz oder wenig Rechenzeit auf einem Computer zu benötigen, die konkrete Berechnung wird dann aber in der Praxis den Maschinen überlassen.
 
 
Muss ich mich auch mit Physik beschäftigen, wenn ich Mathematik studieren will?
 
Nein! Natürlich ist die Physik ein klassischer Anwendungsbereich der Mathematik, die Übergänge zwischen Teilgebieten von Physik und Mathematik sind fließend. Die meisten Anwendungsfelder, die im Rahmen eines Technomathematikstudiums an der TU Clausthal gewählt werden können, etwa die technische Mechanik, die Strömungsmechanik und die Regelungstechnik, kommen mit elementaren physikalischen Zusammenhängen aus. In wirtschaftswissenschaftlichen Anwendungen, die einen Teil des Wirtschaftsmathematikstudiums ausmachen, kommt gar keine Physik vor.
 
 
Können Mathematiker/innen nur als Lehrer/innen oder in Versicherungen arbeiten?
 
Nein. Natürlich ist das Versicherungswesen ein klassisches Anwendungsfeld der Mathematik. Heutzutage ist das Spektrum der Berufsmöglichkeiten für Mathematiker/innen allerdings sehr viel umfassender: In der Finanzwelt (Banken, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung), in der Dienstleistung (Logistik, Fluggesellschaften, Autovermietungen, Verkehrsplanung), aber auch in produzierenden Unternehmen werden Mathematiker/innen eingesetzt.
 
 
Mit einem abgeschlossenen Mathematik-Studium kann man immer noch in die Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften wechseln.
 
Ja. Das Einsatzspektrum von Mathematikern/-innen ist in der Wirtschaft sehr breit. Auch ingenieur- oder wirtschaftswissenschaftliche Institute an Universitäten stellen gerne Mathematiker/innen ein. Es kommt nicht selten vor, dass nach einem Mathematik-Studium die Promotion zum Dr.-Ing. erfolgt.
 
 
Gibt es in der Mathematik noch etwas zu erforschen?
 
Ja, auf jeden Fall! Jede Lösung sowohl für innermathematische Fragestellungen als auch für Probleme aus der Praxis wirft neue Fragen auf, sowohl Möglichkeit als auch Bedarf für mathematische Forschung sind daher unerschöpflich. Derartige Forschungsarbeit kann im Rahmen einer Universitätskarriere, aber natürlich auch in freien Unternehmen erfolgen.
 
 
Sind Fremdsprachenkenntnisse nützlich?
 
Ein großer Teil der Lehrbücher und wissenschaftlichen Literatur ist in Englisch abgefasst. Man sollte diese Sprache also wenigstens im Sinne des verstehenden Lesens beherrschen. Wer hier Lücken hat, sollte diese spätestens bis zum Beginn des Masterstudiums beseitigt haben. Zu Themen aus fortgeschrittenen Vorlesungen und Seminaren ist oft keine deutschsprachige Literatur zu finden.
 



Zulassungsvoraussetzung

Der Master-Studiengang Technomathematik ist die konsekutive Fortsetzung des Bachelor-Studiengangs Technomathematik. Ein Übergang aus dem Bachelor-Studiengang Wirtschaftsmathematik ist ebenfalls möglich. Durch die Belegung von Konvergenzmodulen sind auch Übergänge aus den Bachelor-Studiengägen Informatik und Wirtschaftsinformatik möglich. Studieninteressierte von anderen Universitäten müssen über einen vergleichbaren Bachelor-Abschluss verfügen, um für den Master Wirtschafts-/Technomathematik zugelassen zu werden.

Aufbau des Studiums

 

Berufsbild und Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen mit mathematisch fundierten interdisziplinären Kenntnissen ist groß. Für Absolventinnen und Absolventen mit einer solchen Ausbildung bieten sich hervorragende Berufschancen, z.B. in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, in der Material- und Umweltforschung, in der Telekommunikation oder bei Energieversorgern.

Studienfachberatung

Prof. Dr. Lutz AngermannProf. Dr. Lutz Angermann
Telefon: +49 5323 72-2433
Fax: +49 5323 72-3601
E-Mail: angermann@math.tu-clausthal.de
Institut für Mathematik
Erzstraße 1
38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Foto: Institut für Mathematik
Überblick
Typ: Master-Studiengang
Dauer: 4 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)
Zulassungsvoraussetzung: Bachelor-Studium Technomathematik, Wirtschaftsmathematik, Angewandte Mathematik, Informatik oder Wirtschaftsinformatik an der TU Clausthal ansonsten siehe Zulassungsvoraussetzungen
Studienbeginn:
Empfohlen wird das Wintersemester, möglich ist auch das Sommersemester.
Rechtsgrundlagen
Allgemeine Prüfungsordnung (pdf)

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